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Heilpflanzen: Leinsamen

Heilpflanzen: Leinsamen

07.09.2021 / Stefan Dobersberger

Leinsamen – sanfte Hilfe für Magen und Darm

Leinsamen (Linum usitatissimum) gehören zu den vielseitigsten Hausmitteln der Naturheilkunde. Ob Verstopfung, Sodbrennen oder gereizte Magenschleimhaut – die kleinen Samen bieten auf natürliche und schonende Weise Linderung bei einer Reihe von Verdauungsbeschwerden. Dabei überzeugen sie nicht nur durch ihre Wirksamkeit, sondern auch durch ihre gute Verträglichkeit bei längerer Anwendung.

Was steckt in Leinsamen?

Die Heilkraft der Leinsamen beruht auf ihrem hohen Gehalt an Ballaststoffen, Schleimstoffen und Omega-3-Fettsäuren. Besonders die Schleimstoffe in der Samenschale sind für die schützende und beruhigende Wirkung auf die Schleimhäute von Magen und Darm verantwortlich. Die Ballaststoffe wiederum quellen im Darm auf, erhöhen das Stuhlvolumen und regen so die Darmtätigkeit sanft an.

Bei Verstopfung – mildes Abführmittel aus der Natur

Leinsamen sind ein bewährtes und schonendes Mittel bei Verstopfung. Im Gegensatz zu chemischen Abführmitteln wirken sie nicht reizend, sondern unterstützen den Darm auf sanfte mechanische Weise. Deshalb eignen sie sich auch bei einem durch Abführmittelmissbrauch geschädigten Darm sowie bei Reizdarm – Erkrankungen, bei denen eine besonders behutsame Behandlung gefragt ist.

Empfohlene Dosierung bei Verstopfung: Zwei- bis dreimal täglich ein bis zwei Esslöffel ganze Leinsamen mit einem großen Glas Wasser (mindestens 150 ml) einnehmen – idealerweise zwischen den Mahlzeiten. Der Wirkeintritt erfolgt nach zwei bis drei Tagen. Leinsamen können ohne Bedenken über einen längeren Zeitraum eingenommen werden.

Wichtig: Auf ausreichend Flüssigkeit achten! Werden Leinsamen ohne genug Wasser eingenommen, können sie im Gegenteil sogar Verstopfung verstärken.

Bei Sodbrennen und Magenschleimhautentzündung – schützende Wirkung von innen

Weniger bekannt, aber ebenso wirkungsvoll: Leinsamen helfen auch bei Sodbrennen und Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Hier kommt eine andere Zubereitungsform zum Einsatz – die Samen müssen dafür zunächst in Wasser eingeweicht werden. Dabei geben sie ihre Schleimstoffe ab, die sich wie ein schützender Film über die gereizte Magenschleimhaut legen und so Reizungen lindern und die Heilung fördern.

Zubereitung bei Sodbrennen & Gastritis: Einen Esslöffel Leinsamen in einem Glas Wasser für mehrere Stunden – am besten über Nacht – quellen lassen und anschließend mit dem entstandenen Schleim trinken.

Anwendungsgebiete im Überblick:

  • Verstopfung & träge Darmtätigkeit
  • Reizdarm & durch Abführmittelmissbrauch geschädigter Darm
  • Sodbrennen
  • Magenschleimhautentzündung (Gastritis)