Allergie
Das sollten Sie berücksichtigen! Allergikern steht ein besonders harter Frühling bevor Heuschnupfen-Patienten steht ein hartes Frühjahr bevor. Denn in Jahren mit gerader Zahl ist mit einem besonders starken Birkenpollenflug zu rechnen, wie Dr. Michael Barczok von der Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin berichtet. „So werden im Jahr 2010 die Birkenpollen voraussichtlich von Ende März bis Ende Mai Saison haben“, kündigt der Pneumologe an. Normalerweise fliegen die ersten allergologisch bedeutsamen Pollen etwa ab Anfang bis Mitte Februar. Dieses Jahr gab es aber den Experten zufolge aufgrund der Temperaturen bis Mitte Februar keinerlei Pollen-Belastung. Erst wenn die Temperaturen für zwei bis drei Wochen wieder über Null steigen, dürfte die Pollenbelastung wieder anwachsen. Angesichts dieser Prognose sollten sich Allergiker rechtzeitig vor Beginn des diesjährigen Pollenflugs mit den notwendigen Antihistaminika eindecken, empfiehlt der Lungenfacharzt. Wer die Allergie nicht nur symptomatisch, sondern ursächlich behandeln lassen will, dem stehen mittlerweile neben der normalen Hyposensibilisierung, die sich über mehrere Jahre erstrecken kann und sehr effektiv ist, auch Kurzzeit-Immuntherapien zur Verfügung, deren Wirkung bereits acht Wochen nach Therapiebeginn eintritt. Pollenallergiker sollten außerdem rechtzeitig beim Start der Pollensaison darauf achten, die Belastung mit Pollen in ihrer Wohnung so gering wie möglich zu halten. „Dazu wird empfohlen, alle glatten Oberflächen mehrmals in der Woche abzuwischen und potenzielle Pollenfänger wie Teppiche oder Gardinen mindestens einmal in der Woche gründlich mit einem Staubsauger abzusaugen, der mit einem speziellen Filter ausgestattet sein sollte“, berichtet Barczok. Bettwäsche gehört alle ein bis zwei Wochen gereinigt, Kleidung mindestens alle drei bis vier Tage, wobei Allergiker die Wäsche natürlich nicht draußen, sondern in einem pollenfreien Raum trocknen sollten. Beim Betreten der Wohnung ist es ratsam, möglichst schon im Flur in unbelastete Hauskleidung zu wechseln und vor dem Zubettgehen die Haare zu waschen, um eine möglichst beschwerdefreie Nacht zu gewährleisten. Die häufigsten Allergien: Pollen vor Pflegeprodukten Laut einer neuen Umfrage klagt fast jede zweite Frau über Unverträglichkeiten bzw. Allergien. 20,7% leiden unter einer Pollenallergie. Bereits an zweiter Stelle folgt mit 16,1% die Unverträglichkeit von Inhaltsstoffen in Hautpflegeprodukten. Die häufigsten Allergien 20,7% Pollen (Heuschnupfen) 16,1% Hautpflegeprodukte 14,7% Nickel 11,9% Hausstaub 11,8% Nahrungsmittel 11,5% Andere 9,7% Duftstoffe 7,3% Tierhaare 52,5% Keine Allergien Befragung von 1.000 Frauen ab 14 Jahren Pollenallergie – eine ernstzunehmende Krankheit Nach dem Einatmen der Pollenkörner werden Stoffe freigesetzt, die beim Allergie-Patienten eine heftige Abwehrreaktion auslösen; die Folgen sind gerötete Augen, Fließschnupfen und Niesattacken. Im Laufe der Zeit können weitere Allergien gegen andere Substanzen hinzukommen. Zusätzlich besteht das Risiko, ein allergisches Asthma zu entwickeln – Husten und Atemnot sind hierfür die ersten Anzeichen. Eine rechtzeitige Behandlung kann dieser Entwicklung entgegenwirken. Pollenflugzeiten Die auftretenden Symptome der Gräserpollenallergie sind von der Pollenmenge in der Luft abhängig. Verschiedene Pflanzen und Bäume bilden zu unterschiedlichen Jahreszeiten Pollen. Man spricht in diesem Zusammenhang von Pollenflugzeiten (siehe Abbildung). Dabei treten die größten Pollenmengen während der Pollenflugzeit tendenziell an warmen Tagen mit leichtem Wind auf. Die aktuellen Pollenflugdaten finden Sie immer online unter www.pollenwarndienst.at. Was sind Kreuzallergien?  Manche Pollenallergiker stellen fest, dass sie auch auf bestimmte Obst- und Gemüsesorten allergisch reagieren. Dies liegt daran, dass die Allergie auslösenden Stoffe an der Oberfläche von Pollen den entsprechenden Stoffen auf bestimmten Lebensmitteln ähneln. Da der Körper zwischen diesen Allergenen nicht unterscheiden kann, können auch beim Verzehr bestimmter Lebensmittel allergische Reaktionen auftreten. Dabei können Personen mit einer Gräserpollenallergie vereinzelt auch auf Tomaten allergisch reagieren. Wesentlich häufiger jedoch sind Obstallergien wie z.B. auf Apfel, Birne und zum Teil auch Steinobst bei Birkenpollenallergikern zu finden. Dieser Effekt wird als Kreuzreaktivität bezeichnet. Eine Broschüre über Kreuzallergien finden Sie online unter www.allergenvermeidung.org Ihr Dr. Pröll
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