Typisch Winterhaut!
Pflege trockener, feuchtigkeitsarmer und empfindlicher Haut Leiden Sie auch daran? – Die großen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen stellen in der kalten Jahreszeit hohe Anforderungen an das sensible Regulationssystem der Haut. Trockene, feuchtigkeitsarme und empfindliche Haut ist die Folge.  Trockene Haut Trockene Haut tritt vorwiegend in jungen Jahren und im höheren Alter auf. Die Betroffenen empfinden diesen Hautzustand als unangenehm und klagen über Spannungsgefühle und erhöhte Hautempfindlichkeit. Trockene Haut ist rau, schuppig und zeigt feine Einrisse. Der Hydrolipidmangel ist durch eine verminderte Talg- und Schweißproduktion verursacht. Trockene (lipidarme) Haut ist fettarm und gerät leicht in den Zustand feuchtigkeitsarmer Haut, bei der das Wasserbindevermögen der Haut herabgesetzt ist. Merkmale trockener (lipidarmer) Haut: Pflegetipps von Ihrem Apotheker - Milde Reinigungspräparate wie Öle oder reichhaltige Reinigungscremen für das Gesicht; Abschminklotion für die Augen
- alkoholfreie Gesichtswässer
- als Pflegecremen W/O-Emulsionen, überfettete O/W-Emulsionen, multiple Emulsionen und Emulsionen mit besonderen Trägersystemen. Fragen Sie dazu Ihren Apotheker
- feuchtigkeitsspendende und rückfettende Masken, z.B. auf Basis von Avocado-, Aprikosenkern- oder Weizenkeimöl
Typische Produktzusätze - Pflanzenöle für trockene Haut, z.B. Avocado-, Aprikosenkern-, Erdnuss-, Haselnuss-, Jojoba-, Nachtkerzen-, Oliven- und Ringelblumenöl, Sheabutter, Weizenkeim- und Wildrosenöl
- Pflanzenextrakte für trockene Haut, z.B. Carotin, Eibisch, Eukalyptus, Geranie, Kamille, Lavendel, Lindenblüte, Myrte, Orangenblüte, Rose, Sandelholz
- Wirkstoffe für trockene Haut, z.B. Ceramide, Feuchthaltefaktoren wie Aminosäuren, Harnstoff, Hyaluronsäure, Serin oder Milchsäuren; Ceramide, Vitamin A, E und F, Sphingolipide
Bei trockener Haut steht der Ausgleich des Fett- und Feuchtigkeitsmangels an erster Stelle. Zur Reinigung sollen ausschließlich rückfettende Präparate wie z.B. Reinigungscreme, reichhaltige Reinigungsmilch oder Reinigungsöl verwendet werden. Sie reizen die Haut nicht und trocknen sie auch nicht weiter aus. Kompressen mit Kräuterextrakten z.B. aus Lavendel, Lindenblüten oder Rosen erfrischen und beruhigen die Haut. Ein bis zweimal wöchentlich empfiehlt sich zur Unterstützung des Hydrolipidfilms eine Creme-Maske, z.B. mit Avocado-, Oliven- oder Mandelöl. Pflegecremen für trockene Haut basieren auf lipidreichen Ausgangssubstanzen. In erster Linie eignen sich W/O-Emulsionen, überfettete O/W-Cremen sowie multiple Emulsionen. Besondere Trägersysteme wie z.B. Liposomen erzielen eine länger anhaltende und häufig auch eine intensivere Wirkung. Der Zusatz von Feuchthaltesubstanzen wie Harnstoff oder Aminosäuren ist besonders wichtig, um die Hydrobalance der Haut wieder herzustellen. Auf eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr von innen soll geachtet werden. Geeignet sind dazu beispielsweise Mineralwasser, Früchtetees und Fruchtsäfte. Schwarzer Tee, Kaffee und Alkohol führen dem Körper zwar einerseits Wasser zu, entziehen es über eine gesteigerte Harnausscheidung aber wieder. Feuchtigkeitsarme Haut Bei feuchtigkeitsarmer Haut liegt eine Störung des Hydrolipidfilms vor. Dies kann einerseits durch externe Einflüsse wie falsche Reinigungsgewohnheiten, klimatisierte Räume und trockene Heizungsluft entstehen oder andererseits durch interne Faktoren wie Krankheit und Stress. Auch bei übermäßigem Kontakt mit Wasser gerät der Hydrolipidfilm und damit der Wasserhaushalt der Haut aus dem Gleichgewicht. Dabei werden der Haut natürliche Feuchthaltesubstanzen entzogen. Merkmale feuchtigkeitsarmer Haut: - verringerte Widerstandskraft
- fest sitzende, schwer entfernbare Komedonen (insbesondere bei Seborrhoe sicca)
Pflegetipps von Ihrem Apotheker - milde Reinigungspräparate
- O/W-Emulsionen, z.B. auf Liposomenbasis, möglichst mit UV-Schutz
- Peeling auf Enzymbasis (biologisches Peeling)
- feuchtigkeitsspendende Ampullen
- feuchtigkeitsspendende Masken
- Breipackungen, z.B. mit Fango, Heilerde, Moor, Süß- oder Salzwasserschlick
Typische Produktzusätze - Pflanzenöle für feuchtigkeitsarme Haut, z.B. Avocado-, Borretsch-, Getreidekeim-, Jojoba- und Nachtkerzensamenöl
- Pflanzenextrakte für feuchtigkeitsarme Haut, z.B. Alge, Aloe vera, Kamille, Melisse, Ringelblume, Sandelholz, Schwarzwurzel
- Wirkstoffe für feuchtigkeitsarme Haut, z.B. Allantoin, Aminosäuren, Gerbstoffe (z.B. aus Eichenrinde), Harnstoff, Hyaluronsäure, Lactate, Lysozym, Serin, Vitamin A, B und C
Bei der feuchtigkeitsarmen Haut steht die Beseitigung des Spannungsgefühls sowie die Minderung von erhöhten Empfindlichkeiten im Vordergrund. Zur Intensivreinigung sind alle ein bis zwei Wochen biologische Peelings auf Enzymbasis und mechanische Peelings, z.B. jene mit Rubbelkörnchen aus Polyethylen, Wachsperlen, Seesand oder Obstkernchen, geeignet. Auch Ampullen mit schuppenablösenden Wirkstoffen sind bei feuchtigkeitsarmer Haut indiziert. Als Pflegecremen eignen sich leichte Grundlagen, z.B. gut spreitende O/W-Emulsionen, denen feuchtigkeitsspendende und -bindende Wirkstoffe beigefügt werden. Produkte auf Basis von Thermalwasser wirken hydratisierend und hautberuhigend. Zum Lösen festsitzender Komedonen sind Dampfbäder mit Kräuterauszügen wie z.B. Kamille oder Melisse besonders geeignet. Zur besonderen Pflege der Haut dienen Masken, die hydratisierende Stoffe wie Hyaluronsäure mit Kollagen oder Elastin kombinieren. Empfehlenswert sind auch Breipackungen mit feuchtigkeitsspendender Wirkung. Es besteht kein Zweifel daran, dass eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr von innen und eine Minimierung des Kaffee- und Alkoholkonsums die Hautpflege vervollständigen. Empfindliche Haut Empfindliche Haut ist immer weiter auf dem Vormarsch. Umweltschadstoffe nehmen zu, Luftverschmutzung wie Autoabgase und Smog sind keine Seltenheit mehr. Die Menschen verbringen zunehmend Zeit vor dem Computer, setzen ihre Haut Bildschirmstrahlung und künstlichem Licht aus und sitzen in klimatisierten oder schlecht belüfteten Räumen. Bei keinem anderen Hautzustand spielt der individuelle Lebensstil eine so große Rolle wie bei empfindlicher Haut. Regelmäßiger Alkoholkonsum und Rauchen machen die Haut ebenfalls empfindlich. Alkohol entzieht dem Körper – durch Hemmung des antidiuretischen Hormons – mehr Wasser als er zuführt, und Nikotin vermindert die Hautdurchblutung. Zudem fördern Stress und falscher Medikamentenkonsum Hautirritationen. Empfindliche Haut ist anfällig gegenüber chemischen und physikalischen Reizen, neigt zu Fett- und Feuchtigkeitsmangel und entwickelt häufig Ekzeme und Hautentzündungen. Einerseits ist die Haut reizempfindlicher als im Normalzustand, andererseits zeigt sie über das normale Maß hinausgehende Reizbeantwortung. Wenn die Haut gerötet ist, zahlreiche erweiterte Äderchen vorhanden sind und eine diffuse Rötung des Nasenbereichs besteht, liegt eine Couperose vor. Ursachen liegen z.B. im hormonellen und psychischen Bereich, sie gehen häufig mit veränderten Magensäurewerten und einer schwächeren Leber- und Bauchspeicheldrüsenaktivität einher, auch Erfrierungen führen zu Couperose. Merkmale empfindlicher Haut: - häufig Feuchtigkeitsmangel, seltener Fettmangel
- Erweiterungen der Äderchen (insbesondere bei Couperose)
Pflegetipps von Ihrem Apotheker - Milde Reinigungspräparate wie z.B. Reinigungsmilch oder Reinigungscremen für das Gesicht, Abschminklotion für die Augen
- alkoholfreie Gesichtswässer
- als Pflegecremen W/O-Emulsionen, möglichst mit Lichtschutzfaktor
- gegebenenfalls Spezialprodukte gegen erweiterte Äderchen wie z.B. Couperose-Creme
- feuchtigkeitsspendende und hautberuhigende Masken und Ampullen
Typische Produktzusätze - Pflanzenöle für empfindliche Haut, z.B. Aprikosenkern-, Calendula-, Haselnuss-, Johanniskraut-, Jojoba-, Mandel-, Sanddorn- und Sesamöl
- Kräuterextrakte für empfindliche Haut, z.B. Ahorn, Aloe vera, Arnika, Augentrost, Beinwell, Brennnessel, Eibisch, Johanniskraut, Kamille, Lavendel, Malve, Melisse, Mimose, Orangenblüte, Ringelblume, Schafgarbe, Sonnenhut
- Wirkstoffe für empfindliche Haut, z.B. Azulen, a-Bisabolol, Panthenol, Allantoin, Vitamin E und F
Bei empfindlicher Haut sollen möglichst einfache Produkte verwendet werden. Je weniger Substanzen mit der Haut in Berührung kommen, desto besser. Pflegepräparate sollen daher bei empfindlicher Haut möglichst aus einer Serie und von einer Firma stammen. Neue Kosmetika sollen nur dann verwendet werden, wenn die Haut nicht anderweitig, z.B. durch Hektik im Job oder Ärger in der Familie, gestresst ist. Pflegecremen für empfindliche Haut enthalten milde Grundstoffe, die besonders hautverträglich sind. Ein Test bezüglich irritierender Inhaltsstoffe ist bei der Entwicklung dieser Cremen folglich von besonders hoher Bedeutung. Duftstoffe und Konservierungsmittel, die in manchen Fällen allergische Reaktionen auslösen können, sollen in Cremen für empfindliche Haut nur in begrenztem Umfang enthalten sein. Sonnenschutz kommt bei empfindlicher Haut ein besonders hoher Stellenwert zu. Bei Tagescremen darf der Lichtschutz nicht fehlen. Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee, schwarzer Tee oder Coca-Cola sind ebenso wie Alkohol durchblutungsfördernd und daher zu vermeiden. Hilfreich sind Autogenes Training oder Meditation, die zu einer tiefen Entspannung führen können. Eine besonders geeignete Technik ist Yoga, das den mentalen Ausgleich fördert. Ihr Dr. Pröll
|