Pflege in der Schwangerschaft
»Alles für das Baby« – Doch damit es dem Baby im Bauch gut geht, sollte die werdende Mutter besonderes Augenmerk auf ihre Gesundheit legen, auch für eine bessere und raschere Regeneration nach der Geburt. Zahnpflege Der alte Ausspruch, dass jedes Kind einen Zahn kostet, heute nicht mehr aktuell. Zwar kann durch die hormonelle Umstellung in der Schwangerschaft eine höhere Anfälligkeit für Zahnfleischentzündungen bestehen, dieser kann jedoch mit gewissenhafter Pflege entgegengewirkt werden. Gerade in Phasen des Lebens, wo der Körper mehr beansprucht wird, ist eine umfassende Körperpflege besonders notwendig. Die tägliche Mundhygiene gehört in jedem Fall dazu, schon alleine damit sich keine Krankheitserreger in den Organismus einschleichen können. Zwei mal pro Tag müssen die Zähne gründlich gesäubert werden, wobei auch die Zwischenräume mit Zahnseide gereinigt werden sollten. Falls jedoch Entzündungen oder andere Zahnprobleme auftreten, kontaktieren Sie Ihren Zahnarzt, damit das Problem möglichst bald behoben werden kann. Auf keinen Fall sollte man mit dem Putzen der Zähne aufhören, wenn im Mund Schmerzen auftreten. Im Gegenteil, gerade dann ist es notwendig, diesen auf den Grund zu gehen und penibel zu reinigen um möglichst keine ungewünschten Keime florieren zu lassen. Zum Putzen eignen sich Zahncremen, die fluoridiert sind. Diese machen den Zahnschmelz gegenüber Karies widerstandsfähiger. Hautpflege Jeder kennt sie, aber nicht alle bekommen sie: Schwangerschaftsstreifen. Ob sie entstehen hängt von der Beschaffenheit des Bindegewebes der jeweiligen Frau ab. Da sich der Bauchumfang in der Schwangerschaft um einiges vergrößert, kann es durch zu rasche Überdehnung zu Rissen im Bindegewebe kommen. Aber auch an den Oberschenkeln, im Gesäßbereich und auf der Brust können sie im Zuge der Volumsvergrößerung auftreten. Eine Verbesserung der Elastizität der Haut und teilweise des darunterliegenden Bindegewebes kann durch Cremen und Öle jedenfalls erreicht werden. Ob sie die Schwangerschaftsstreifenbildung verringern oder verhindern, kann kein Produkt wirklich versprechen. Die Wahl der Mittel ist allerdings äußerst wichtig. Nicht nur in der Schwangerschaft, sondern auch sonst ist eine natürliche, schadstofffreie Pflege essenziell. Da nach dem dem Gesetz für Kosmetika sämtliche Inhaltsstoffe auf der Packung deklariert werden müssen, kann man sie danach auswählen. Besonders gut eignen sich reine pflanzliche Öle von guter Qualität am besten aus biologischem Anbau. Paraffine oder andere Erdölprodukte verkleben die Poren der Haut und sind als Pflege ungeeignet. Mit Duftstoffen sollte in der Schwangerschaft sehr sparsam umgegangen werden. Nur wenige ätherische Öle sind geeignet und nachdem der Bauch eine relativ große Körperfläche ist, wird sicher ein Teil davon ins Blut aufgenommen. Abgesehen davon sollte man vor der Anwendung ätherischer Öle auf eine etwaige allergische Reaktion prüfen, indem man in der Armbeuge eine kleine Menge aufträgt und eine mögliche Reaktion abwartet. Die gleichen Qualitätskriterien gelten auch für andere Kosmetika, wie Shampoo, Duschgel und Gesichtspflege. Erfahrungsgemäß sind Frauen in der Schwangerschaft besonders empfindlich, was Duftstoffe anbelangt und nehmen diese manchmal sogar als unangenehm und störend wahr. Daher eignen sich für die Pflege vor allem milde, gut verträgliche Produkte, vorzugsweise ohne Parfum.
Jeder kennt sie, aber nicht alle bekommen sie: Schwangerschaftsstreifen.
Schwere Beine Durch den Druck auf das Becken und die Venen kann es vorallem in der fortgeschrittenen Schwangerschaft zu Stauungen und Wasseransammlungen in den Beinen kommen. Versuchen Sie, möglichst oft die Gelegenheit zu nützen sich hinzusetzen. Dann legen Sie die Beine auf einen Sessel oder ein Stockerl, damit der venöse Rückfluss zum Herzen unterstützt wird. Sie werden sehen, wie angenehm das ist und die Schwere nachlässt. Beim Duschen können Sie Ihre Beine mit kaltem Wasser tonisieren. Halten Sie die Dusche oberhalb des Knies und kühlen Sie mind. 20 Sek. mit möglichst kaltem Wasser. Im Bett wäre es günstig, die Beine durch Unterlage eines Polsters hoch zu lagern. Zusätzlich können Cremes oder Gele mit den Wirkstoffen von Rosskastanie oder rotem Weinlaub zur Pflege schwerer Beine verwendet werden. Beckenbodengymnastik Nützen Sie bereits die Schwangerschaft um Ihren Beckenboden zu trainieren. Der Beckenboden ist eine Muskelplatte, die im Becken für die Stütze der Organe verantwortlich ist. Auch das Schließen der Harnröhre ist ihre Aufgabe. Durch schwere körperliche Arbeit, Heben und durch Schwangerschaften kann es im Laufe der Jahre zu einer Schwäche dieser Muskulatur kommen, wodurch ungewollte Harnentleerung auftreten kann. Deshalb ist es empfehlenswert, die Beckenbodenmuskulatur mittels spezieller Übungen zu trainieren. Dadurch kommt es auch im höheren Alter nicht so leicht zu Inkontinenz. Die leichteste Übung ist das Anspannen der Muskulatur für mind.10 Sek., dabei zieht man zusammen, als wollte man eine etwaige Entleerung zurückhalten. Dann lässt man wieder locker um erneut anzuspannen. Diese Übung wiederholt man einige Male und mehrmals am Tag. Eigentlich ist Beckenbodentraining allen Frauen zu empfehlen, da dadurch spätere Probleme verhindert werden. Ihr Dr. Pröll
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