Haut- und Haarpflege im Winter
Achten Sie jetzt besonders darauf! Die Winterzeit stellt auch für unsere Haut eine große Herausforderung dar. Wind und Kälte, beheizte Räume und der Wechsel von kalter zu warmer Luft (und umgekehrt) entziehen der Haut Feuchtigkeit. Achten Sie im Winter besonders auf ein Plus an Pflege. Ein Absinken des Feuchtigkeitsgehaltes der Haut auf unter 10% führt zu Rötungen, Juckreiz und Rissen. Der geschädigte Schutzfilm der Haut begünstigt zudem das Eindringen von Keimen oder die Entstehung von Ekzemen. - Lange Bäder und heißes Wasser trocknen die Haut aus – kurzes und lauwarmes Duschen ist daher zu empfehlen. Anschließend die Haut nur trocken tupfen und rückfettende Creme oder Hautöl auftragen.
- Die Gesichtshaut mit milden, alkalifreien Präparaten reinigen. Zum Waschen neutrale Waschemulsionen mit rückfettenden Substanzen verwenden.
- Für die Pflegecreme gilt: sie muss viel Feuchtigkeit – z.B. mit feuchtigkeitsbindenden Substanzen wie Harnstoff, Glycerin oder Hyaluronsäure – und mehr Fett – v.a. mit Avocado- oder Nachtkerzen-Öl-Zusatz – als sonst enthalten. Sie können beispielsweise die reichhaltige Nachtcreme am Tag und die feuchtigkeitsspendende Tagescreme in der Nacht auftragen. Bei extremen Minusgraden empfiehlt sich das Auftragen einer Kälteschutzcreme.
- Die empfindliche Augenpartie schützen Sie am besten mit fettreicher Creme, die sanft rund um die Augen eingeklopft und einmassiert wird. Die Augenpartie nicht mit Seife oder entfettenden Reinigungspräparaten waschen.
- Das Austrocknen der Lippen verhindern rückfettende Substanzen wie Wachse oder Vaseline sowie diverse Lippenpflege-Stifte.
- Etwa neun von zehn Personen haben das Virus Herpex simplex labialis im Blut. Rund ein Drittel davon wird mehr oder weniger regelmäßig von Fieberblasen geplagt, wobei die Auslöser mannigfaltig sein können. Auslöser für Fieberblasen können unter anderem bestimmte Reize wie fieberhafte Erkrankungen – besonders in der kalten Jahreszeit –, intensive Sonnenbestrahlung, zahnärztliche Eingriffe, Lebensmittelallergien oder psychischer Stress sein. So unangenehm Lippenherpes auch sein mag, in der Regel sind damit keine schwerwiegenden Komplikationen verbunden. Bei Patienten mit stark beeinträchtigtem Immunsystem kann es jedoch zu einer gefährlichen Ausbreitung, bis hin zur Hirnhaut- oder Lungenentzündung kommen. Allgemeine Maßnahmen zur Stärkung des Immunsystems, Sonnenschutz für die Lippen sowie spezielle Produkte aus der Apotheke bis hin zu Spülungen mit Salbeitee sind – auch vorbeugend – dagegen zu empfehlen. Ihr Apotheker berät Sie dazu gerne.
- Die Hände bleiben schön zart, wenn man ihnen von Zeit zu Zeit ein warmes Olivenbad – am besten abends vor dem Schlafengehen – gönnt. Tragen Sie im Freien regelmäßig Handschuhe.
- Damit auch die Haare ihren Glanz bewahren, ist nach jeder Haarwäsche eine Spülung und wöchentlich eine Haarkur zu empfehlen. Bürsten Sie abends Haarspray oder Gel aus dem Haar. Achten Sie darauf, nicht zu heiß zu fönen.
- Zusätzlich zu Reinigung und Pflege sind auch eine vitaminreiche Ernährung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr für ein schönes Erscheinungsbild der Haut von Bedeutung.
In beheizten Räumen sorgen Luftbefeuchter oder nasse Tücher bzw. Wasserschalen auf der Heizung für ein angenehmes Raumklima. Ihr Dr.Pröll
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