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Wenn Schäfchen zählen nicht hilft!

Tipps für einen erholsamen Schlafschlafende Frau

Schlaf ist für die Erholung von Körper und Geist wichtig. Leidet man unter Schlafmangel, treten nicht nur Leistungsabfall, Gereiztheit und nachlassende Aufmerksamkeit auf, langfristig wird auch die Gesundheit gefährdet.

Man liegt im Bett, wälzt sich herum links, rechts, Rücken, Bauch und man wartet, aber das Sandmännchen will nicht kommen. Manche versuchen sich durch Schäfchen zählen in den Schlaf zu wiegen, andere schwören auf ein warmes Glas Milch mit einem Löffel Honig oder greifen einfach zu einem Buch.

Schlafstörungen sind ein normaler Bestandteil des Lebens; Ein- oder Durchschlafstörungen treten besonders in Zeiten beruflichen Stresses oder bei Sorgen vorübergehend auf. Wie viele Stunden ein Mensch zur Regeneration im Schlaf benötigt, ist individuell sehr unterschiedlich im Schnitt sollte man pro Nacht cirka acht Stunden schlafen. Mit fortschreitendem Alter nimmt das Schlafbedürfnis ab. Bestehen die Schlafprobleme länger als drei Wochen hindurch und fühlt man sich immer unkonzentrierter und schlapper, sollte man den Ursachen des Schlafmangels auf den Grund gehen langfristig kann der Gesundheit erheblicher Schaden zugefügt werden.
 

Wer schlecht schläft, stirbt früher

Einer neuen Untersuchung britischer Forscher zufolge, ist der Einfluss des Schlafmangels auf die Gesundheit noch stärker als bisher angenommen schläft man täglich weniger als fünf Stunden, erhöht sich das langfristige Sterblichkeitsrisiko um das 1,7-Fache! Die Wahrscheinlichkeit, an Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu sterben, steigt sogar um mehr als das Doppelte. Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass zu wenig Schlaf das Risiko für †bergewicht, Bluthochdruck und Diabetes steigert.

Schlafstörungen bei Kindern

Schon Kinder können an Schlafstörungen leiden. Rund 30 Prozent der Schlafstörungen bei den Kleinen werden von den Eltern jedoch nicht bemerkt. Oft wird die störende Wirkung des Fernsehens oder der PC- und Videospiele auf den Schlaf unterschätzt. Eltern sollten dann aufmerksam werden, wenn das Verhalten des Kindes auffällig ist und Tagesmüdigkeit sowie schlechte Leistungen vermehrt auftreten. Laut einer Expertenuntersuchung schläft beinahe jedes fünfte Volksschulkind schlecht. Die betroffenen Kinder neigen zu Hyperaktivität, emotionalen Problemen und kommen mit dem Tempo in der Klasse nur schwer mit. Ursache der Schlafstörungen können neben Reizüberflutung jedoch auch Atmungsstörungen sein rechtzeitig erkannt, können diese gut behandelt werden. Stabile Rhythmen im Tagesablauf erleichterten es den Kindern, frühzeitig zu geregelten Schlafenszeiten zu kommen so kann schon Säuglingen ein erholsamer Schlaf antrainiert werden.

Schlaf in der Schwangerschaft

Frauen klagen insbesondere während der Schwangerschaft im letzten Trimenon (Schwangerschaftsdrittel) über Schlafbeschwerden. Da in der Schwangerschaft keine Schlafmittel eingenommen werden sollten, müssen die werdenden Mütter auf alternative Methoden zurückgreifen. Ihr Apotheker berät Sie dazu gerne. Wird in der Schwangerschaft auf einen regelmäßigen Schlaf-Wach-Rhythmus geachtet, kann Schlafstörungen vorgebeugt werden d.h. möglichst jeden Tag zur gleichen Zeit schlafen gehen und aufstehen.


Tipps für einen besseren Schlaf

  • Regelmäßige Zeiten beim Zubettgehen und Aufstehen können den Schlaferfolg verbessern.
  • Benutzen Sie das Schlafzimmer nur zum Schlafen und Entspannen. Stressoren wie Fernseher, Radio, Schreibtisch oder Bügelbrett haben im Schlafzimmer nichts zu suchen.
  • Das Schlafzimmer sollte still und dunkel gehalten werden.
  • Die optimale Raumtemperatur des Schlafzimmers beträgt um die 18 Grad Celsius die Temperatur sollte keinesfalls zu warm sein!
  • Lüften Sie das Schlafzimmer vor dem Zubettgehen noch einmal kräftig durch.
  • Sparen Sie nicht beim Kauf des Bettes: wählen Sie eine für Sie optimale Matratze, die bequemes und entspanntes Liegen ermöglicht. Haben Partner unterschiedliche Bedürfnisse, sollte eine Bettbreite gewählt werden, bei der zwei Matratzen Platz finden.
  • Verwenden Sie leichte Polster und Decken. Sie sollten nicht das Gefühl haben, von der Decke erdrückt zu werden.
  • Pyjama oder Nachthemd sollen Bewegungsfreiheit ermöglichen zu enges Schlafgewand kann den Schlaf beeinträchtigen.
  • Vermeiden Sie kurz vor dem Schlafengehen schwere körperliche Arbeit und sportliche Aktivitäten diese Anstrengungen regen den Kreislauf zu sehr an und können das Einschlafen erschweren. Ein leichter Spaziergang am Abend fördert hingegen die Entspannung und damit auch die Erfolgschancen auf einen erholsamen Schlaf. Man bekommt das Gefühl, nichts zu träumen.
  • Essen Sie vor dem Schlafengehen keine schweren Mahlzeiten, da diese wie ein Stein im Magen liegen können.
  • Übermäßiger Konsum von Alkohol kann den Schlaf negativ beeinflussen. Die erholsamen REM-Traum-Phasen werden vermindert.
  • So genanntes Powernappen (kurzes, ca. 20 minütiges Nickerchen untertags) kann einen kurzfristigen Konzentrationsmangel beheben und durchaus förderlich sein. Legt man sich untertags jedoch so richtig aufs Ohr, kann man nachts unter Umständen schlechter durchschlafen bzw. nur schwer einschlafen.
  • Eine warme Badewanne mit Kräuterzusätzen wie Lavendel, Melisse, Hopfen oder Kamille führt zu deutlicher Entspannung und kann bei Schlafbeschwerden hilfreich sein.
  • Pflanzliche Beruhigungsmittel wie z.B. Baldrian verbessern die Schlafbereitschaft und können ohne Gefahr über längere Zeit verwendet werden.
  • Entspannende Kräuter und Pflanzen wie Hopfen, Passionsblume oder Melissenblätter können z.B. als Tee genossen die Schlafqualität erheblich verbessern. Diese sind auch in Kapsel- oder Drageeform erhältlich.
  • Chemische Schlafmittel wie Doxylamin, Diphenhydramin oder Benzodiazepine teils rezeptpflichtig sollten nicht über lange Zeit angewendet werden, da die Gefahr eines Gewöhnungseffekts besteht. Bei der Verwendung von Schlafmitteln kann es dazu kommen, dass die Müdigkeit am Morgen noch andauert Konzentration und Reaktion sind zu Beginn des Tages vermindert Vorsicht!
  • Regelmäßig praktizierte Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Yoga, Muskelentspannungstraining etc. sorgen nicht nur für innere Ausgeglichenheit, sondern helfen Ihnen dabei, das Sandmännchen schnell zu finden.
Ihr Dr. Pröll

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