Pollensaison
Allergische Rhinitis und Asthma Mit der Pollensaison beginnt auch wieder die Zeit der rinnenden Nasen und juckenden Augen für die ca. 1,6 Millionen Allergiker in Österreich. Ist der Pollenflug vorbei, so endet auch das Leiden für die Betroffenen. Das empfinden die meisten zumindest so, und für viele ist das Grund genug, nur im Akutfall zu bewährten Arzneimitteln zu greifen, um Abhilfe zu schaffen. Doch das genügt nicht. Wird eine Allergie jedoch nicht rechtzeitig und ausreichend therapeutisch behandelt, so entwickelt sich bei rund 30 bis 40 Prozent der Betroffenen eine allergische Rhinitis – chronischer Schnupfen – und in weiterer Folge ein aller - gisches Asthma. 80% der Patienten mit allergischem Asthma leiden auch an einer aller - gischen Rhinitis. »Viele Patienten nehmen allergische Reaktionen leider nach wie vor nicht ernst und suchen oft erst mit ausgeprägten Symptomen und bei starkem Leidensdruck einen Arzt auf. Eine exakte ausführliche Diagnose der Allergie, bestehend aus gründlicher Anamnese, Prick-/Hauttest und Blutuntersuchung, ermöglicht ein optimales Management. Je früher eine Allergie diagnostiziert und adäquat behandelt wird, desto höher ist die Chance, einer Asthmaentwicklung vorzubeugen«. Therapie Symptome, die an einen Schnupfen erinnern und über längere Zeit – d.h. mehr als 6 Wochen – bestehen, dürfen nicht bagatellisiert werden. Niesreiz, tränende Augen und Juckreiz gehören abgeklärt. Bei den meisten Patienten sind die Symptome der allergischen Erkrankung durch lokal und systemisch angewendete Arzneimittel – wie z.B. Antihistaminika – gut beherrschbar. In vielen Fällen ist auch eine Immuntherapie anzuraten. Diese kann die der Erkrankung zugrunde liegende Störung des Immunsystems verändern und damit den längerfristigen Verlauf der Erkrankung positiv beeinflussen. Tipps für die Pollensaison Generell gilt es, die Allergenexposition in der Pollensaison auf ein Minimum zu reduzieren. Im Alltag ist das nicht immer möglich. Das Beachten einiger Tipps kann aber helfen, die Beschwerden zumindest einzudämmen und Folgeschäden verhindern. - Allergiker sollten ihre Haare am Abend waschen, da sonst die Pollen am Kopfkissen verteilt und im Schlaf eingeatmet werden.
- Getragene Wäsche nicht ins Schlafzimmer legen, da an dieser die Pollen ebenfalls haften.
- Wäsche – v.a. Bettwäsche – in der Pollensaison generell nicht im Freien trockenen lassen.
- Auch wenn es schwer fällt: Juckende Augen nicht reiben, denn die Finger transportieren die Allergene erst recht direkt ins Auge.
- Lüften Sie Ihre Wohnung nur in den frühen Morgen- oder Abendstunden und halten Sie die Fenster tagsüber geschlossen.
- Die Pollenbelastung in der Stadt ist abends zwischen 18 und 24 Uhr und am Land morgens zwischen 4 und 8 Uhr am stärksten.
- Spezielle engmaschige Pollengitter, die am Fenster angebracht werden können, fangen Pollen auf.
- Die Klimaanlage im Auto kann sich zu einer Pollenschleuder entwickeln, daher die Filter regelmäßig austauschen. Während der Fahrt die Autofenster geschlossen halten.
- Richtige Reinigung der eigenen vier Wände kann die Innenraumbelastung reduzieren. Verwenden Sie spezielle Staubsauer mit Allergenfilter oder Luftreiniger mit HEPA-Filter.
- Ventilator und Luftbefeuchter wirbeln die Pollen hingegen auf!
Ihr Dr. Pröll
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