Hautkrebs
Wer fürchtet sich vor dem schwarzen Hautkrebs? Eigentlich müsste sich jeder davor fürch  ten und alles tun, um die Entstehung dieser sehr bösartigen Hautveränderung vorzubeugen. 2010 trat ein gesetzliches Verbot für Solarium-Besuche von Jugendlichen unter 18 Jahren in Kraft, um der Gefahr Rechnung zu tragen. Das so genannte Melanom betrifft die Pigmentzellen der Haut, die Melanozyten. Ihre Aufgabe ist die Bildung von Melanin, das sie an die umgebenden Hornzellen abgeben und das dort in der Lage ist die Ultraviolettstrahlung zu 99,9% in harmlose Wärme umzuwandeln. Durch diese ständige Belastung bzw. erbliche Faktoren können die Zellen entarten und schwarzer Hautkrebs, das Melanom entstehen. Risikofaktoren sind heller Hauttyp, blaue bis blaugraue Augen und schwere Sonnenbrände im Kindes- und Jugendalter. Muttermale gelten als besonders verdächtig. Wer 50 und mehr davon hat ist auf jeden Fall der Risikogruppe zuzuordnen. TIPP: Erwachsene sollen sich etwa ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre von einem Hautarzt auf verdächtige Muttermale am ganzen Körper untersuchen lassen. Zusätzlich ist eine Selbstinspektion des ganzen Körpers auf verdächtige Hautveränderungen z.B. alle drei Monate nach dem Baden ratsam. Dabei sollen nicht nur sonnenexponierte Stellen untersucht, sondern auch andere Körperpartien kontrolliert werden, wie Bauch, Zehenzwischenräume, Nägel (rotbraune, längs laufende Streifen vom Nagelbett ausgehend) und selbst das Auge. Eltern sollen ihren Kleinkindern beim Spielen am Strand einen Hut aufsetzen, ein UV-dichtes Leibchen verpassen und die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr meiden. Sonnenschutzmittel (Lichtschutzfaktor mindesten 15) sollen am besten 30 Minuten vor dem Aufenthalt an der Sonne eher reichlich als zu sparsam aufgetragen werden. Wer gern schwimmen geht oder Sport betreibt, soll nicht zu sehr auf die Wasserfestigkeit bestimmter Mittel vertrauen, sondern lieber öfters nachcremen. Ihr Dr. Pröll
|