Gesunde Füße
Fußpilz vorbeugen und richtig behandeln Bis zu 30% der erwachsenen Bevölkerung sind Schätzungen zufolge von Fußpilz betroffen – und dies vor allem in der warmen Jahreszeit. Bei einigen Risikogruppen wie Läufern, Fußballspielern oder Schwimmern liegt die Zahl sogar noch deutlich höher. Aber auch ältere Menschen, Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen leiden häufig unter Pilzerkrankungen. Rund zwei Drittel der Betroffenen behandeln ihren Fußpilz gar nicht oder nur halbherzig. Nur wenige wissen, dass es sich beim Pilz um eine Infektionskrankheit handelt, die ohne Behandlung nicht von allein ausheilt. WAS TUN BEI FUSSPILZ? Seit kurzem gibt es eine Creme auf dem Markt, die man nur ein einziges Mal auftragen muss. Diese bildet einen weder sicht noch fühlbaren Film auf der Haut, der den pilztötenden Wirkstoff nach und nach abgibt. Nach etwa drei bis vier Tagen verschwindet der Film, doch der Wirkstoff hat sich in der Haut angereichert und bildet dort ein Langzeitdepot. Auch wenn sich die Symptome von Fußpilz nur an einem Fuß bemerkbar machen, ist dennoch mit 80%iger Wahrscheinlichkeit auch der andere Fuß betroffen. Behandeln Sie deshalb auf jeden Fall beide Füße! DIE RICHTIGE ANWENDUNG Am besten tragen Sie das Mittel direkt nach dem Duschen oder Baden – morgens oder abends – auf, nachdem Sie Ihre Füße sorgfältig abgetrocknet haben. Danach sollten Sie Ihre Füße 24 Stunden lang nicht waschen. Nach dem Auftragen der Creme »arbeitet« sie über einen Zeitraum von ca. 2 Wochen in der Haut weiter, und der Pilz wird bekämpft. Sie müssen nicht mehr an das Auftragen denken. WER IST BESONDERS GEFÄHRDET? Besonders häufig an Fußpilz erkranken: - Sportler wie z.B. Fußballspieler, Läufer oder Schwimmer sowie
- Diabetiker
- ältere Personen
- Raucher
- Personen, die an Fußfehlstellungen leiden
- Personen, die zu enges Schuhwerk tragen
- Personen, die mit an Fußpilz erkrankten anderen Personen im selben Haushalt leben
- Personen mit einer erblichen Veranlagung für Fuß- oder Nagelpilz
Prinzipiell wird der Fußpilz von Mensch zu Mensch übertragen – sowohl über erregerhaltige Schüppchen auf Fußböden oder Badematten als auch über Strümpfe und Schuhe, begünstigt durch feuchtes Milieu. Die Übertragung wird durch Barfüßigkeit, Feuchtigkeit und Wärme begünstigt. Feuchtigkeit und Wärme lassen Pilze besonders gut in die auf - geweichte Haut eintreten. Kleinere Verletzungen fördern dies zusätzlich. WIE MACHT SICH FUSSPILZ BEMERKBAR? Die Symptome können von einer geringen Rötung und Schuppung mit Juckreiz bis zu weißen, verquollenen, dicken Hautlagen und tiefen, schmerzhaften Rissen – v.a. an den Füßen – reichen. Erste Symptome sind eine feine, trockene Schuppung bei leicht entzündeter Haut. Weitere Symptome sind: - Jucken
- Brennen
- Bläschenbildung
- Feuchtes Aufweichen der Haut, besonders in den Zehenzwischenräumen
NAGELPILZ BEHANDELN Manchmal sind bei Fußpilz auch ein oder mehrere Nägel betroffen. Nagelpilz ist eine besonders hartnäckige Infektion. Die Schwierigkeit der Behandlung nimmt mit der Zahl der betroffenen Nägel und der Größe der befallenen Nagelfläche zu. In leichten bis mittelschweren Infektionsstadien ist eine gründliche Therapie meist noch in Eigenregie möglich. Es stehen spezielle Nagellacke oder auch Spezialcremen mit Pflastern zur Verfügung. Die Therapie mit einem Spezialnagellack ist gut wirksam, allerdings nur bei täglicher Anwendung. Für die Eigentherapie gilt: Bis zu drei befallene Nägel pro Fuß, wo nicht mehr als 2/3 des Nagels befallen sind. Darüber hinaus stehen leider nur mehr Tabletten unter ärztlicher Kontrolle zur Verfügung. Welches Mittel das für Sie am besten geeignete ist – dazu berät Sie Ihr Apotheker gerne! Ihr Dr. Pröll
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