Gesund in der Schule
Was Hänschen nicht lernt … Wer in der Schulzeit täglich alle Bücher und Hefte in die Schule schleppen musste, weiß: Das ist ziemlich schwer! Frühe Beschwerden mit dem Bewegungsapparat, Konzentrationsstörungen und vieles mehr machen den Schulalltag für Kinder und Eltern zur Herausforderung. Volksschüler tragen durchschnittlich fünfeinhalb Kilogramm Gepäck in ihrer Schultasche zu ihrem »Arbeitsplatz«, Hauptschüler rund acht Kilogramm, Gymnasiasten fast zwölf Kilogramm – könnten Sie sich das vorstellen am täglichen Weg zur Arbeit? Da ist das Notebook noch ein Fliegengewicht. Als Faustregel gilt: Die gefüllte Schultasche sollte nicht mehr als zehn bis zwölf Prozent des Gewichts Ihres Kindes wiegen und sollte immer mit beiden Schultern getragen werden. Coolness hin oder her – machen Sie Ihrem Sprössling bewusst, dass die Muskeln beider Körperseiten unbedingt gleichmäßig belastet werden sollten. Das wäre nichts für Lehrer Lämpel Kinder im Unterricht bewegen sich ständig, rekeln und strecken sich, rangeln mit dem Nachbarn oder wackeln mutig mit ihrem Stuhl – oft zur Sorge der Erwachsenen und zum Ärgernis der Lehrer. Aber: Das Herumtollen und quirlige Rekeln und Strecken – das »Gewurle« in der Klasse – dient der körperlichen und geistigen Entwicklung. Kinder wollen sich nicht nur bewegen, sie müssen es auch, um körperlich und geistig fit zu bleiben: Denn so sucht ihr Körper regelmäßig nach neuen Anregungen. Kinder in Schulen, in denen Bewegung gezielt gefördert wird, lernen oft besser und sind zufriedener. Dazu setzen Lehrer aktive Methoden wie Spiel- und Bewegungsaufgaben im Unterricht ein. Die Pause lädt zum Toben und Spielen ein; noch besser, wenn ein Schulhof zur Verfügung steht – zum Beispiel mit Klettergerüst, Spielfeld, Bällen, Wurfringen und anderen Bewegungsgeräten. Besonders sinnvoll sind Möbel, die sich an die Körpergröße der Kinder anpassen und quasi mitwachsen. Stühle sollten ein bewegtes und trotzdem sicheres Sitzen ermöglichen – das so genannte dynamische Sitzen. Elternvertreter oder -vereine können durchaus im Gespräch mit der Schule klären, ob und welche Möglichkeiten bestehen, die Schulzeit »bewegter« zu gestalten. Nehmen Sie es leicht Der Kauf einer Schultasche ist für die Kids ein aufregendes Ereignis! Und Ihre Gelegenheit, etwas für den Rücken Ihrer Kinder zu tun. Eine rückenfreundliche Schultasche ist leicht und passt sich dem Rücken an. Leer sollte sie maximal eineinhalb Kilogramm wiegen. Die Träger sollten gepolstert und mindestens vier Zentimeter breit sein. Gut ist auch eine gepolsterte Rückenwand. Die Schultasche selbst sollte nicht breiter sein als die Schultern Ihres Kindes und mit der Schulterhöhe abschließen. Reflektoren und Ähnliches sollten dafür sorgen, dass Ihr Kind im Verkehr gut gesehen wird. Neuere Modelle, die noch rückenfreundlicher sind, lehnen sich an die so genannten Trolleys an – ein ausfahrbarer Bügel macht das Tragen der Tasche überflüssig – keine Seltenheit mehr am Schulweg. Mit Prinzessin Lillifee, den Wilden Kerlen und Co. finden die Kids auch das toll. Ein voller Bauch … Das Sprichwort: »Ein voller Bauch studiert nicht gerne« ist jedermann bekannt. Um sich im Unterricht und bei den Hausaufgaben gut konzentrieren zu können und nicht mit Müdigkeit kämpfen zu müssen, ist eine ausgewogene, obst- und gemüsereiche Kost die geeignetste Basis. Greift man zu leichten Snacks mit mineral- und vitaminreichen Vollkornanteilen sowie wertvollen Milchprodukten und reichlich Obst und Gemüse, kann nichts mehr schief gehen! Mit dynamischem Sitzen hätte Lehrer Lämpel wohl keine Freude! Quelle: Wilhelm Busch, Max und Moritz Schlechte Lerner gibt es nicht! Die Anforderungen in der Schule haben sich in den letzten Jahren sehr verändert – für Schüler, Lehrer und Eltern. Alle Beteiligten sehen sich vor die permanente Herausforderung gestellt, neue Wissensgebiete und -inhalte zu verstehen und zu integrieren. Dafür gibt es nur eine sinnvolle Strategie: Das Lernen selbst (er)lernen. Das Buch »Clever lernen: Kids« versucht Wissenslust statt Lernfrust zu vermitteln. Wie das geht, wird in den Anfangskapiteln, die sich der Funktionsweise des kindlichen Gehirns, der Organisation der Kids und allerlei Motivationstipps und -tricks widmen, veranschaulicht. Durch die Eröffnung eines zwanglosen Zugangs zum Lernen werden Blockaden und Widerstände verhindert. Leicht verständlich wird im Buch gezeigt, wie mithilfe der neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse jeder effizient strukturieren und merken kann. Denn: Es gibt keine schlechten Lerner, aber viele schlechte Lernstrategien. Jede Menge praktischer Tipps, die sofort mit den Kindern bzw. von den Jugendlichen selbst durchgeführt werden können, helfen mit, Lernen zum Erleben zu machen. Probleme im Schulkindalter: Tipps aus der Apotheke Bettnässen Es kann durchaus sein, dass Kinder bis zum Schulalter nachts Windeln benötigen. Bei manchen Kindern kann auch gerade beim Wechsel von Kindergarten in die Schule nächtliches Einnässen auftreten. Liegt als Ursache für das Bettnässen keine organische Erkrankung vor, können beruhigende Mittel aus der Apotheke helfen. Auf keinen Fall sollten die Kleinen unter Druck gesetzt werden, trocken zu werden. Johanniskraut kann innerlich und äußerlich zur Behandlung von Bettnässen ohne organische Ursache verwendet werden. Erhältlich sind diverse Fertigpräparate wie Dragees, Kapseln, Filmtabletten, Tropfen oder Saft. Loses Johanniskraut kann auch als Tee getrunken werden. Dazu 1 TL Kraut mit 150 ml kochendem Wasser übergießen, 5 bis 10 Min. ziehen lassen und abseihen, morgens und mittags 1 bis 2 Tassen trinken. Gute Erfahrungen wurden auch mit Johanniskraut-Öl gemacht: Dabei werden vor dem Schlafengehen jeweils einige Tropfen auf die Innenseite der Oberschenkel gerieben. Das Öl bewirkt eine Erhöhung der Sensibilität des Blasenschließmuskels und auf diese Weise ein rechtzeitiges Aufwachen der Kinder bei gefüllter Blase. Jausentipps für Kids - Vollkornkäsebrot: Vollkornbrot mit Schnittkäse und Radieschenscheiben belegen. Dazu einen Apfel und ein Glas Wasser.
- Topfen-Kornspitz: Fettarmen Topfen mit Frischkäse oder Sauerrahm cremig rühren, leicht würzen und Kornspitz damit bestreichen, mit Paprikaspalten belegen. Dazu ein Glas Orangensaft gespritzt trinken.
- Bunter Obstsalat: Verschiedene Früchte (z.B. Äpfel, Birnen, Banane, Kiwi) würfelig schneiden, mit Fruchtsaft vermischen und mit verschiedenen Nüssen bestreut servieren.
- Bananencreme: Bananen mit der Gabel zerdrücken und mit Topfen und Joghurt vermischen. Mit Zitronensaft und eventuell etwas Honig verfeinern.
- Gemüsesticks mit Dip: Karotten, Kohlrabi und Paprika in Stifte schneiden. Joghurt und Sauerrahm würzen und zu einer Dipsauce verrühren.
- Sonnenblumenweckerl mit Schinken: Sonnenblumenweckerl dünn mit Frischkäse bestreichen, mit einer Scheibe Schinken und Tomatenscheiben belegen. Zum Garnieren eignen sich Kresse oder Basilikum.
Quelle: Jausentipps, give – Servicestelle für Gesundheitsbildung Angst, Unruhe und Schlafstörungen Kinder reagieren im Zusammenhang mit Schule und schulischen Aktivitäten immer wieder mit Angst oder Unruhe. Nicht selten leiden Kinder auch unter nächtlichen Schlafstörungen, die die Konzentration untertags zusehends schwieriger machen. Auch hier kann das »Schatzkästchen Natur« Abhilfe schaffen. Altbewährter Baldrian sorgt bei nervöser Unruhe und Schlafstörungen – ohne organische Ursachen – für eine Verkürzung der Einschlafdauer. Eingenommen als Fertigpräparat oder in Form eines Tees. Übergießen Sie für einen Tee ½ TL klein geschnittener Baldrianwurzel mit 150 ml kochendem Wasser und lassen Sie dies 10 bis 15 Min. ziehen. Der Tee sollte vor dem Schlafengehen getrunken werden. Baldrian eignet sich nicht zur Einnahme untertags, da er die Kinder schläfrig macht. Auch das schon vorhin erwähnte Johanniskraut kann bei Kindern, die unter nervöser Unruhe und leichten Angstzuständen leiden, gute Dienste leisten. Studien haben ergeben, dass Zubereitungen aus Johanniskraut eine positive Wirkung bei kindlichen Schlafstörungen zeigen. Lavendel eignet sich aufgrund der entspannenden und beruhigenden Wirkung besonders bei Unruhe, nervösen Beschwerden und Einschlafstörungen bei Kindern. Lavendelöl als Badezusatz vor dem Schlafengehen wirkt beruhigend und schlaffördernd. Die Anwendung erfolgt als Tee oder als Badezusatz in Form von Lavendelblütenöl – erhältlich in Ihrer Apotheke. Für einen Tee übergießen Sie ½ TL lose Blüten mit 150 ml kochendem Wasser und lassen dies ca. 10 Min. zugedeckt ziehen – vor dem Schlafengehen trinken. Für einen Badezusatz können auch 20 g getrocknete Blüten auf 20 l Wasser gegeben werden. Mit Lavendel- oder Hopfenblüten gefüllte Kissen werden von Kindern auch gerne angenommen. Melisse eignet sich sowohl bei nervös bedingten Bauchschmerzen von Kindern als auch bei Unruhe und Schlafstörungen – Einnahme in Form von Fertigpräparaten oder als Tee. 2 TL lose Melissenblätter mit 150 ml kochendem Wasser übergießen und 10 bis 15 Min. ziehen lassen. DA TIPP: Bei Unruhezuständen, Nervosität und Einschlafstörungen von Kindern hat sich folgende Teemischung besonders bewährt: »Kinder-Beruhigungs«-Tee ½ TL Melissenblätter und ½ TL Passionsblumenkraut mit 300 ml kochendem Wasser übergießen, 5 bis 10 Min. ziehen lassen und vor dem Einschlafen oder 2-mal täglich geben. Quelle Phyto-Tipps: Grüne Apotheke, GU Verlag; Alternativmedizin, GU Verlag Buchtipp »Clever Lernen: Kids – Erfolgreiches Lernen für Schule und Alltag«, Autorin: Katharina Turecek. Verlag Hubert Krenn, ISBN 978–3–902–532–83–1. Zu beziehen bei Buchaktuell, Spitalgasse 31, A-1090 Wien, Tel.: 01/406 68 75, E-Mail: buchaktuell@apoverlag.at, Homepage: www.buchaktuell.at. Ohne Versandkosten!
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