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Es fliegt, es fliegt, es fliegt, ...

Hilfreiche Tools für die PollensaisonPollenflug

Im Frühling, wenn Erle und Hasel und etwas später Birke und Esche ihre Blüten öffnen, startet für viele Allergiker die Pollensaison. Aber nicht nur die Frühlingsmonate sorgen für allergische Beschwerden. Von Mai bis Ende Juli blühen die stark allergieauslösenden Gräser, von August bis September Beifuß und Ragweed. In Österreich sind
ca. 1,5 Millionen von einer Pollenallergie betroffen, zwei Drittel der Betroffenen gehen erst sehr spät zum Arzt. Eine
Allergie beginnt häufig mit leichten Symptomen wie Augenjucken während einer Blüteperiode. Im nächsten Jahr folgt dann ein Schnupfen, der über den selben Zeitraum anhält, die Beschwerden wiederholen sich Jahr für Jahr und können – je nach Pollenbelastung – auch in ihrer Stärke variieren. Problematisch ist einerseits, dass viele Allergiker ohne Behandlung über Jahre hinweg leiden. Während der Pollensaison können neben den unangenehmen Symptomen wie laufende und juckende Nase, Irritationen der Augen und Atembeschwerden, Schlafstörungen, verminderte Leistungsfähigkeit in der Arbeit und Schule und sinkende Lebensqualität die Folge sein. Andererseits sind unbehandelte Allergien ein Risiko für Asthma, das dann als chronische Erkrankung auftritt und die Lebensqualität beträchtlich vermindert.

Behandlungsmöglichkeiten:
Um eine Verschlechterung der Allergie bzw. eine Ausweitung auf mehrere Allergene möglichst zu vermeiden, ist eine frühe Behandlung wichtig. Abgeklärt wird eine mögliche Allergie durch einen Allergietest bei einem allergologisch geschulten Facharzt. Dieser Allergietest gibt Auskunft darüber, ob, auf welche Pollen und wie stark das
Immunsystem reagiert. Die Ergebnisse sind die Basis für
die weitere Behandlung. Bei leichten Allergien reicht es manchmal, die allergieauslösende Substanz – das Allergen – zu meiden, ansonsten wirken in der Zeit der Blüteperiode Antiallergika und bei stärkeren Symptomen entzündungshemmende Nasensprays. Während diese Therapieformen die Symptome lindern, kann eine spezifischen Immuntherapie, die über mehrere Jahre durchgeführt wird, die Ursache der Allergie ganz oder zumindest teilweise beseitigen. Bei einer spezifische Immuntherapie (SIT, SLIT) wird über einen Zeitraum von drei, manchmal auch fünf Jahren, das Immunsystem an die allergieauslösenden Substanzen gewöhnt. Über eine Injektion oder als Tropfen unter die Zunge werden die Allergene in regelmäßigen Abständen dem Körper zugefügt. Bei Gräserpollenallergikern kann die spezifische Immuntherapie mittlerweile auch mit einer Tablette, die unter die Zunge gelegt wird und sich dort auflösen kann, durchgeführt werden.
Allergenvermeidung:
Grundsätzlich gilt für alle Allergiker, dass ohne Kontakt zum Allergen auch keine Beschwerden auftreten. Bei einer hohen Pollenbelastung sollten deshalb Allergiker den Kontakt mit den Pollen, auf die sie allergisch reagieren, möglichst vermeiden. Eine Hilfestellung dabei leistet der kostenlose Pollenwarndienst, der über die Internetseite
www.pollenwarndienst.at oder auf Facebook abgerufen werden kann und über den Interessierte Informationen über den aktuellen Pollenflug erhalten können. Der Pollenwarndienst präsentiert die Messergebnisse von 25 Pollenfallen, die in ganz Österreich aufgestellt sind. In ständig aktualisierten Meldungen informieren die Experten über den aktuellen Pollenflug und erstellen auch kurz- und mittelfristige Prognosen. Neben diesen Informationen steht den Besuchern der Webseite auch noch eine Vielzahl an anderen Diensten zur Verfügung.
Pollentagebuch:
Seit zwei Jahren können Allergiker online ein Pollentagebuch (www.pollentagebuch.at) führen. Die eingetragenen Beschwerden werden mit dem regionalen Pollenflug verglichen, wodurch genauer erkannt werden kann, auf welche Pollen mit welchen Symptomen reagiert wird. Das Pollentagebuch ist auch ein hilfreiches Werkzeug, um den Therapieerfolg zu überprüfen. Diese österreichische
Entwicklung wurde mittlerweile von weiteren europäischen Ländern übernommen.
Für die Urlaubsplanung: Damit der Urlaub nicht zum Pollenschock wird, sollten sich Allergiker vor der Reise über die Pollenbelastung im Urlaubsgebiet informieren. Für Europa ist das über die Internetseite www.polleninfo.org möglich, allerdings sind nicht alle Daten aktuell.

Ihr Dr. Pröll

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